Lesen Sie über die Gründung des Vereins und die vielen Abschnitte in den vergangenen 50 Jahren, die er durchlaufen und gemeistert hat.

Verantwortlich für die chronologische Zusammenstellung ist Berthold Bätzing.

Inhalt

  • Zeitgeschehen im Gründungsjahr 1952
  • Die Jahre 1952 bis 1977
  • Die Jahre 1977 bis 2002
  • Der Ort Büdenholz
  • Vereinsausflüge
  • Konzerte
  • Chorwettbewerbe

Zeitgeschehen im Gründungsjahr 1952

In Deutschland wird kräftig in die Hände gespuckt, man steigert das Bruttosozialprodukt. Das Wirtschaftswunder macht die Runde. “Made in Germany” verfehlt seinen angedachten Zweck und wird sogar weltweit zum Markenzeichen für deutsche Qualitätsarbeit.

  • Die “Bild”, das Boulevardblatt, erscheint erstmals an Hamburger Kiosken.
  • Die dritte Strophe des Deutschlandliedes von Hoffmann von Fallersleben wird am 03. Mai Nationalhymne.
  • Am 16. Mai verabschiedet der Deutsche Bundestag zugunsten der Vertriebenen das Lastenausgleichsgesetz.
  • Der Politiker Kurt Schumacher stirbt am 28. August im Alter von 56 Jahren.
  • Im Herbst wird die Produktion des Lloyd “LP 300?, bekannt als “Leukoplastbomber” und billiger als ein VW, eingestellt.
  • In Korea herrscht Krieg zwischen dem Norden und dem Süden des Landes.
  • Am 04. März fordert ein Zugunglück nahe Rio de Janeiro 120 Menschenleben.
  • Die USA zünden die erste Wasserstoffbombe im Eniwetok-Atoll.
  • König Georg VI. stirbt – die Nachfolge tritt seine Tochter Elisabeth II. an.
  • General Dwight D. Eisenhower (Republikaner) wird am 04. November Präsident der USA.

Die Jahre 1952 bis 1977

Quelle: niedergeschrieben vom Chronisten und ehem. Vorsitzenden Josef Bender

Die Gründung des Vereins

Der Verein wurde am 26. Mai 1952 unter dem Namen “MGV Büdenholz” in der Gastwirtschaft Euteneuer in Büdenholz gegründet.

Die Gründungsversammlung wählte Josef Bender zum ersten Vorsitzenden des Vereins.

Diese Gründung war nicht der erste Versuch eines kooperativen Zusammenschlusses der Büdenholzer Jungmänner und Männer auf sportlichem oder gesanglichem Gebiet. Wenn diese Versuche über das Anfangsstadium nicht hinweggekommen sind, so lag es daran, daß Büdenholz eines der kleinsten Dörfer der näheren und weiteren Umgebung war. Hinzu kommt die Tatsache, daß dieses Dorf in der Gründungszeit zu zwei politischen Gemeinden gehörte.

Diesen ernsten Schwierigkeiten waren sich die Gründer, die am 26.05.1952 den Männergesangverein Büdenholz aus der Taufe hoben, bewußt. Es war ihnen klar, daß weder Geld noch Notenmaterial zur Verfügung stand. Deshalb konnte die musikalische Leitung auch nicht gleich einer bezahlten Kraft anvertraut werden. Herr Aloys Merzhäuser aus Büdenholz (heute wohnhaft in Mudersbach-Birken) hat daher den Verein musikalisch in den ersten Monaten kostenlos betreut. Erster Dirigent wurde dann Herr Lehrer Georg Zimmermann von der evangelischen Schule in Freusburg-Struth. Er leitete den Chor mit viel Mühe und Eifer bis zum 01. März 1953.

Die ersten Jahre

Einem neu gegründeten Männergesangverein, zumal aus so einer kleinen Ortschaft wie Büdenholz, gab man keine große Überlebensdauer. Das war zumindest die Meinung vieler sogenannter Fachleute in der näheren Umgebung.

Trotz aller Schwierigkeiten in der Gründungszeit etablierte sich der Verein in den folgenden Jahren und konnte sich ruhig aber stetig entwickeln. Sowohl in wirtschaftlicher wie musikalischer Hinsicht nahm der Verein einen sehr schnellen Aufschwung. Letzteres bedingt dadurch, daß die musikalische Leitung des Chores nunmehr seit 01.03.1953 dem beliebten und geschätzten Chorleiter Clemens Mays aus Brachbach anvertraut war. Unter seiner Chorleitung konnte der Chor anläßlich des Kirchweihfestes in Katzenbach am 15.08.1953 erstmals mit einer guten und allgemein anerkannten musikalischen Leistung aufwarten.

Zur ersten Jahreshauptversammlung konnten schon 60 Mitglieder eingeladen werden, die von einem stabilen Kassenbestand und einer guten Vereinsentwicklung informiert wurden.

Die ersten Feste

In den Anfangsjahren stellte sich der Verein zunächst mitten in das dörfliche Leben hinein. Der Chor nahm an Freud und Leid seiner Einwohner teil. Besonders erwähnenswert ist die jährlich organisierte Nikolausfeier, während der nicht nur die Kinder der Vereinsmitglieder, sondern die des ganzen Dorfes beschert wurden. Erwähnenswert sind auch die von Beginn an organisierten Mai- und Familienfeiern sowie das Waldfest “Im Zigeunerwald”, als Vorläufer des heutigen traditionellen Wiesenfestes.

3 Jahre nach Vereinsgründung entschloß man sich zum Kauf einer eigenen Vereinsfahne.

An Pfingsten 1955 feierte der Verein schließlich diese Weihe seines Symbols – der eigenen Fahne.

Zwischenzeitlich, während der Jahreshauptversammlung am 11.01.1959, wurde Pius Roth zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Vom 30. Juni bis 1. Juli 1962 feierte der Verein sein 10jähriges Bestehen. Dieses Fest wurde für den Verein zu einem unvergeßlichen Erlebnis. Groß war die Zahl der Gastvereine aus den Nachbargemeinden, die zum Vereinsgeburtstag gratulierten. Groß war auch die Freude innerhalb der Vereinsmitglieder des MGV Büdenholz darüber, wie freudig und herzlich der Verein mittlerweile in die große Sängergemeinschaft aufgenommen war.

Vereinsgeschichte bis zum 25jährigen Stiftungsfest

Nach dieser 10jährigen Aufbauzeit mußte unser erfolgreicher Chorleiter Clemens Mays am 28.09.1963 aus gesundheitlichen Gründen die musikalische Leitung aufgeben.

Am 01.10.1963 übernahm in einer Übergangszeit dankenswerter Weise vorübergehend Herr Kreischorleiter Wilhelm Harnischmacher die Chorleitung, ehe am 08.12.1963 Herr Lehrer Helmut Krämer von der evangelischen Volksschule in Kirchen als neuer Chorleiter verpflichtet werden konnte.

Anstelle des Chorleiters, Herrn Lehrer Helmut Krämer, konnte im April 1964 mit Konstantin Mohr nunmehr ein junger und dynamischer Chorleiter (Sohn des bekannten Musikerziehers Karl Mohr) für unseren Verein gewonnen werden. Unter seiner Leitung besuchte der Chor erfolgreich viele Veranstaltungen, Sängerfeste, Sängerwettstreite sowie Kreis- und Bezirksleistungssingen.

Am 01.05.1965 nahm der Chor erstmals an einem Wettstreit teil. Erwähnenswert sind alle 2. Preise, die bei diesem ersten Chorwettbewerb in Kaan-Marienborn ersungen werden konnten. Am 19.06.1966 stellten sich 28 Sänger bei einem Wertungssingen in Niederndorf erneut den kritischen Ohren eines Wertungsrichters. Nach einer guten Bewertung gab das Preisgericht in den Bemerkungen zu verstehen: “Der Verein zeigt, daß er auch musikalisch bessere Chorstücke singen kann !”.

Wegen beruflicher Überlastung mußte Konstantin Mohr den MGV Büdenholz im Januar 1970 verlassen.

Es folgte nun ein halbes Jahr ohne festen Chorleiter. Eine schwierige Zeit für die Gesangvereine im Allgemeinen. Die Sänger in den Chören wurden weniger, da Funk und Fernsehen abends inzwischen die Menschen beherrschte.

Ein treuer Stamm von Sängern blieb hiervon allerdings unbeeindruckt und so wurde auch diese schwierige Zeit überwunden. Der damalige Kreischorleiter Wilhelm Harnischmacher stellte sich uns bis zum 16.07.1970 erneut vertretungsweise zur Verfügung. Mit seiner guten Probenarbeit gab er den Sängern den Elan und die Begeisterung am Singen zurück.

Am 17.07.1970 übergab Herr Wilhelm Harnischmacher die musikalische Leitung wieder in feste Hände, in die seines Sohnes Karl Willi Harnischmacher.

Unter seiner engagierten Leitung gelangen dem Chor erneut große musikalische Fortschritte und Erfolge sowie eine zahlenmäßige Steigerung auf über 30 aktive Sänger. Mit seiner Auswahl an passend auf den Chor zugeschnittenen Chorliteratur prägte er entscheidend den Charakter des MGV Büdenholz, der den Verein bis heute auszeichnet. Er führte erstmals das Singen ohne Notenblatt ein. Unter Chorleiter Karl Willi Harnischmacher feierte der Verein, in Verbindung mit dem Volksfest Brachbach vom 01. bis 03. Juli 1977, auch sein 25jähriges Vereinsjubiläum. Es waren drei glanzvolle Festtage unter dem Motto “Freunde, laßt uns fröhlich singen !”, an denen am Festkommers alle Brachbacher Ortsvereine sowie 29 befreundete Chöre am Freundschaftssingen teilnahmen. Tanz an allen Festabenden und der zünftige Frühschoppen rundeten das Bild des gelungenen Jubiläumsfestes ab.

Nach dem 25jährigen Jubiläumsfest verließ uns unser Chorleiter Karl Willi Harnischmacher. Als Ersatz konnte der Vizechorleiter des MGV “Liederkranz” Kirchen, Herr Helmut Kipping, für den Verein gewonnen werden.

Die Jahre 1977 bis 2002

Quelle: Niedergeschrieben von Alex Roth und seinen Vorgängern Dieter Buhl, Klaus Theiß und Heinz Rüge im Amt des Schriftführers.

Entscheidungen für eine konstante Zukunft

Ab 01. Oktober 1977 konnten wir mit Berthold Bätzing aus Niederfischbach, einen neuen, jungen und temperamentvollen Chorleiter verpflichten.

Vor der Verpflichtung bedurfte es zunächst enormer Überzeugungsarbeit unseres Vorsitzenden Pius Roth und unseres Sängers Rainer Muhl bei dessen Vater Franz Bätzing, ebenfalls erfolgreicher Chorleiter vieler Vereine. Wunsch des Vaters war es, daß unser Kandidat zunächst einmal den erfolgreichen Abschluß eines Chorleiterseminars absolvieren sollte.Bereits nach 2 Vorstellungsproben konnte der junge Musiker den Chor überzeugen, wurde als neuer Chorleiter akzeptiert, geschätzt und begleitet unserern Verein bis heute – immerhin unser halbes Vereinsleben lang.

Im gleichen Jahr gründete sich in Brachbach eine “Arbeits- und Festgemeinschaft”, weil sich für das Jahr 1978 kein Träger des traditionellen Volksfestes finden ließ. Der Vereinsgemeinschaft trat auch der MGV Büdenholz neben 6 weiteren Ortsvereinen bei.

Das Brachbacher Volksfest, Veranstaltungen zum Tanz in den Mai und die Altenfeiern für die Senioren in Brachbach wurden vom MGV Büdenholz mitgestaltet. Auch im sportlichen Bereich nahm der Verein den Wettkampf bei Fußballsportwochen des SC 09 und beim Vereinspokalschießen des Schützenvereins St. Josef erfolgreich auf.

Nach vielen Jahren, in denen sich der MGV Büdenholz dem Publikum so nicht mehr präsentiert hatte, fand mit dem neuen Chorleiter Berthold Bätzing bereits am 21.10.1978 ein überaus anerkanntes Chorkonzert in der Schulturnhalle Brachbach statt. Ein anspruchsvolles Programm wurde mitgestaltet vom Kirchenchor “Cäcilia” Brachbach und von den Landessiegern im Wettbewerb “Jugend musiziert”, Andreas Gerhardus (Bratsche) und Rudolf Bätzing (Klavier).

Während der Jahreshauptversammlung am 20.01.1979 stellte sich Pius Roth aus Altersgründen nicht mehr für die Wahl zum Vorsitzenden zur Verfügung. Nach insgesamt 19 unvergeßlichen und erfolgreichen Jahren in der Vereinsführung war es sein Wunsch, die Verantwortung für den Verein in jüngere Hände zu legen. Eine Ära ging zu Ende – eine neue begann:

Zum neuen Vorsitzenden des Vereins wurde Werner Römer gewählt.

Damit stellte der Verein, nach der Verpflichtung des jungen Chorleiters Berthold Bätzing, auch in der Vereinsführung eine wichtige Weichenstellung für eine konstante Zukunft. Denn: Werner Römer führte sein Amt erfolgreich und in harmonischer Zusammenarbeit mit seinen Vorstandskollegen sowie allen Vereinsmitgliedern und dem heute noch amtierenden Chorleiter über einen Zeitraum von insgesamt 17 Jahren. Mit einer 2jährigen Unterbrechung in den Jahren 1988 und 1989, in denen unser Sangesfreund Dieter Buhl den Vorsitz übernommen hatte.

Neue Aktivitäten und Schwerpunkte für den Verein in den Jahren von 1980 bis zum 50jährigen Jubiläum

Während der Jahreshauptversammlung am 19.01.1980 gab sich der Verein MGV Büdenholz eine überarbeitete und den Ansprüchen der Zeit entsprechende, neue Vereinssatzung.

Die Mitglieder ernannten den langjährigen Vorsitzenden Pius Roth zu ihrem Ehrenvorsitzenden.

Das 1. Wiesenfest, das sich in seiner ursprünglichen Form bis zum heutigen Tag durchsetzte und sich einer übergroßen Beliebtheit erfreut, fand am 23. und 24. August 1980 “In den Kaulen” in Büdenholz statt.

Vor genau 15 Jahren konnte der Verein letztmalig ein Waldfest ( siehe Vorbericht: im sogenannten “Zigeunerwald”) gestalten. Zunächst wurde angedacht, im Jahr 1980 ein Waldfest auf dem Festplatz “Unter den Eichen” in Brachbach zu organisieren. Aber, es war der Wunsch vieler im Verein, die Identität des Vereins mit der Ortschaft Büdenholz in Verbindung zu halten. Von den Besuchern dieses ersten Wiesenfestes, durch die Jugendkapelle des Musikvereins “Lyra” Brachbach mitgestaltet, wurde die Veranstaltung sehr positiv aufgenommen und es wurde angeregt, dieses Fest jährlich zu wiederholen. Der Zuspruch für dieses Fest und die Attraktionen steigerten sich jährlich. So fand im Jahr 1984 erstmals ein Traktor-Geschicklichkeitsfahren statt und lockte weit über 1000 Besucher an.

Bis heute gelang es dem Verein dieses Wiesenfest jährlich durchzuführen, mit einer einzigen Ausnahme im Jahr 2000: Ein kühler und total verregneter Sommer gab dem Verein trotzt aller Bemühungen keine Chance zur Durchführung des Festes.

Das Vereinslokal wurde im Jahr 1982 die “Bärenschenke” in Brachbach

Nach dem Tod unseres langjährigen Vereinswirtes und Mitglieds Arnold Euteneuer, wurde unser ursprüngliches Vereinslokal mehrmals verpachtet, dadurch geöffnet und wieder geschlossen, so daß sich der Verein nach mehrfachem Wechsel entschloß, Mitte August 1982 (zwischenzeitlich schon einmal im Jahr 1981) sein Domizil endgültig in der Brachbacher “Bärenschenke” aufzuschlagen. Dort wußten wir uns, auch aus der Zwischenzeit, beim Vereinswirt Alex Haupt gut aufgenommen und hervorragend betreut.

Im April 1984 erhielt der Chor ein vereinseigenes Klavier.

Hüttenbau, unweit unseres Wiesenfestgeländes

Nachdem im Jahr 1996 das Gesamtgelände unseres ehemaligen Vereinslokales, der Gaststätte Euteneuer in Büdenholz, ihren Besitzer gewechselt hatte, mußte auch unser Verein die Utensilien aus einer auf diesem Gelände befindlichen Blechgarage ausräumen und entfernen. Es handelte sich im Wesentlichem um unseren Bedarf für das Wiesenfest.

Unser Kassierer Ulrich Roth bot an, auf einem, in seinem Eigentum befindlichen Wiesengelände, in unmittelbarer Nähe zum Festplatz gelegen, einem Hüttenbau zuzustimmen. Das sehr ansehnlich und praktisch errichtete Blockhaus wurde mit dem Einsatz aller Sangesbrüder gebaut und wird auch für andere Belange des Vereins seit dem Jahreswechsel 1997/1998 rege genutzt. Seit dem Jahr 2001 plant der Verein, auch aus organisatorischen Gründen, sein traditionelles Wiesenfest im Umfeld dieser vereinseigenen Hütte stattfinden zu lassen.

Während der Jahreshauptversammlung am 16.01.1998 wurde Werner Schuhen zum neuen Vorsitzenden des Vereins gewählt.

Die musikalische und chorische Entwicklung unseres Vereins

Es würde den Rahmen unseres Rückblicks auf die Vereinsgeschichte erheblich sprengen, wenn hier alle erfolgten musikalischen Auftritte des Vereins MGV Büdenholz Erwähnung finden sollen. Aber: Die musikalischen Aktivitäten des MGV Büdenholz rückten seit dem Jahr 1980 mehr und mehr in den Vordergrund des Vereinsgeschehens.

Seit Tätigkeitsbeginn unseres Chorleiters Berthold Bätzing steigerte sich die Aktivenzahl auf bis zu 36 Sänger Anfang der 90er Jahre. Dadurch wurde es möglich, daß sich der Chor auch an schwierige Chorliteratur heranwagen konnte.

Die Chormitglieder waren willig, diese Entwicklung mitzugehen. So fand am 19.04.1997 ein ganztägiges Stimmbildungsseminar mit Chorleiter Michael Blume in Brachbach statt.

“Es schwinden jedes Kummers Falten, so lang des Liedes Zauber walten.”

Schiller, Die Macht des Gesanges

Dieser Wahlspruch sei allen Verantwortlichen des MGV Büdenholz, seinen Sängern mit ihrem Chorleiter und auch den fördernden Mitgliedern des Vereins zum Abschluß niedergeschrieben.

In Erinnerung an diesen Spruch des großen Dichters Friedrich Schiller kann der Verein, trotz aller bekannten Schwierigkeiten in den Männerchören, in eine gute Zukunft blicken!

Der Ort Büdenholz

Im westlichen Zipfel des Gemeindegebietes Brachbach am Giebelwald, zu beiden Seiten der Bundesstraße 62 und der Sieg, liegt der Ortsteil Büdenholz, der bis 1969 in Unter- und Oberbüdenholz geteilt war und deshalb auch zu zwei Gemeindeverwaltungen gehörte. Während Unterbüdenholz von der Gemeindeverwaltung Katzenbach betreut wurde und die Schulpflichtigen zur Katzenbacher Schule gehörten, vertrat die Gemeindeverwaltung Brachbach die Interessen der Oberbüdenholzer und die Schüler gingen nach Brachbach zur Schule. Kirchlich gehörten beide Ortsteile nach Errichtung der Pfarrei Brachbach zu ihr.

Die ehemalige Grenze zwischen beiden Teilen der Siedlung verlief etwas unterhalb der Mündung der alten Straße in die Bundesstraße Richtung Giebelwald.

1969 wurden beide Teile vereinigt und als Ort Büdenholz der Gemeindeverwaltung Brachbach unterstellt.

Vereinsausflüge

In den ersten Jahren des Vereinsbestehens fanden nur sporadisch Vereinsausflüge statt und waren meist mit den Fahrten zu gesanglichen Veranstaltungen verbunden.

Tagesausflüge standen immer im Jahresprogramm des MGV Büdenholz und wechselten in der Folgezeit mit Ausflügen, die über mehrere Tage stattfanden, ab.

Mit einem ersten mehrtägigen Ausflug vom 11.-13.05.1979 nach Simonswald/Schwarzwald begann die Zeit von Vereinsfahrten mit Frauen und fördernden Mitgliedern, die nicht unerwähnt bleiben sollen:

  • 09.-11.05.1980 Kramsach / Tirol
  • 17.-19.09.1982 Markdorf / Bodensee
  • 08.-11.09.1983 Hirschegg / Klein-Walsertal
  • 10.-12.05.1985 Neuenkruge Norddeutschland Shanty-Chor
  • 18.-21.09.1986 Ramsau / Österreich
  • 02.-05.06.1988 Schliersee
  • 09.-12.05.1991 Ehrwald
  • 10.-13.06.1993 Walchsee

Konzerte

Neben der Mitgestaltung von Kommersen und Freundschaftssingen in Brachbach und der näheren Umgebung, setzte sich der Chor mit seinem Chorleiter zum Ziel, von Beginn der 80er Jahre an, regelmäßige Konzerte durchzuführen und auch Chorwettbewerbe zu besuchen.

21.10.1978Konzert in Brachbach unter Mitwirkung des Kirchenchores “Cäcilia” Brachbach und den Landessiegern im Wettbewerb “Jugend musiziert” Andreas Gerhardus (Bratsche) und Rudolf Bätzing (Klavier)
01.10.1980Aufnahme von Tonträgern “Sang und Klang aus Brachbach/Sieg” auf denen alle musiktreibenden Vereins unserer Ortsgemeinde zu hören sind. Der MGV Büdenholz mit: “Heilig Heimatland” und dem “Kosakenliedchen”
24.04.1982Konzert in Brachbach unter Mitwirkung des MGV “Gemütlichkeit” Kröv
17.03.1984Mitwirkung in Brachbach beim Gemeinschaftskonzert der Chöre von Franz Bätzing anläßlich dessen 25jährigem Chorleiterjubiläum
24.03.1984Mitwirkung bei der Wiederholung dieses Konzertes in Niederndorf
23.03.1985Vorträge als Ausrichter des Delegiertentages des Sängerkreises Altenkirchen in der Schulturnhalle Brachbach
14.12.1986Vorweihnachtliche Feierstunde im Evangel. Altenzentrum Kirchen
23.05.1987Chorkonzert in Brachbach anläßlich des 35jährigen Bestehens des MGV Büdenholz unter Mitwirkung des MGV “Liederkranz” Birken
15.08.1987Mitwirkung beim Konzert des MGV “Einigkeit” Katzenbach in Katzenbach
16.04.1988Mitwirkung beim Konzert des MGV “Liederkranz” Birken in Birken
20.08.1988Mitwirkung beim Konzert des MGV “Einigkeit” Katzenbach in Katzenbach
02.12.1989Mitwirkung beim Konzert anläßlich des 40jährigen Bestehens des Sängerbundes Rheinland-Pfalz in der Aula des Gymnasiums in Betzdorf
17.03.1990Konzert in Brachbach unter Mitwirkung des MGV “Einigkeit” Katzenbach sowie Martin Golle (Trompete) und Rudolf Bätzing (Klavier). Dieses Konzert war ursprünglich mit dem Frauenchor Brachbach geplant der das Konzert jedoch aus familiären Gründen seines Chorleiters 2 Tage vorher absagen mußte. Das Konzert wurde durch das Tonstudio Hoffmann Siegen aufgenommen.
18.08.1990Mitwirkung beim Konzert des MGV “Einigkeit” Katzenbach in Katzenbach
16.05.1992Gestaltung der Vorabendmesse in Brachbach anläßlich des 40jährigen Bestehens des MGV Büdenholz
23.05.1992Chorkonzert in Brachbach anläßlich des 40jährigen Bestehens des MGV Büdenholz unter Mitwirkung des MGV “Frohsinn” Brachbach und des Siegtal-Quartetts
17.04.1993Mitwirkung beim Konzert des MGV “Liedertafel” in Dermbach
31.10.1993Mitwirkung beim Konzert des MGV “Liedertafel 1878” Mudersbach in Mudersbach
09.01.1994Mitwirkung beim Festkonzert anläßlich des 100jährigen Jubiläums des MGV “Einigkeit” Katzenbach in der Katzenbacher Kirche
13.03.1994Mitwirkung beim Gemeinschaftskonzert des MGV “Frohsinn” Brachbach anläßlich dessen 140jährigen Bestehens in Brachbach
22.10.1994Mitwirkung beim Chor- und Instrumentalkonzert des MGV “Einigkeit” Katzenbach in Katzenbach
12.03.1995Gestaltung des Sonntagsgottesdienstes in der Krankenhauskapelle Kirchen

Jedes dieser Konzerte hatte unterschiedliche Akzente und jeweils seinen eigenen musikalischen Charakter. Alle diese Konzerte sind jedoch in ihrer eigenen Art für Sänger und Chorleiter unvergessen geblieben.

Aber auch das “gesellige Singen” wurde über all diese Jahre gepflegt. Gerne hat der Verein seine befreundeten Nachbarvereine aus den verschiedensten Anlässen mit einem Ständchen besucht. Das Singen am Volkstrauertag, zu Pfarrfesten, während der örtlichen Altenfeiern und der Besuch in den benachbarten Altenheimen gehörte ebenso zum selbstverständlichen Jahresprogramm wie die Mithilfe an den Ferienspaßaktionen für in den Ferien daheim gebliebene Schulkinder.

Chorwettbewerbe

Nicht der Erfolg alleine war bei den Teilnahmen an Chorwettbewerben “das Maß aller Dinge”!

In der Hauptsache ging es den Sängern und ihrem Chorleiter darum: Sich von Zeit zu Zeit den kritischen Ohren von Wertungsrichtern zu stellen, ein Expertenurteil über den musikalischen Stand einzuholen sowie Vergleiche mit anderen Chören zu ziehen und diese Erfahrungen dann für die zukünftige Probenarbeit des Chores einfließen zu lassen.

05.04.1981Kreisleistungssingen (Stufe I) in Daaden Benotung: gut bis sehr gut
05.09.1981Wertungssingen in Köttingerhöhe Benotung: gut+
06.11.1983Regionalsingen (Stufe II) in Hattert Benotung: gut+
10.07.1988Wettstreit in Frohnhausen Bewertung: 2. Klassenpreis mit Note 1,75
19.08.1990Pokalwertungssingen in Malberg-Steineberg Bewertung: 2. Klassenpreis mit 120 Punkten und der viertbesten Bewertung aller teilnehmenden Männerchöre
20.06.1993Weinpreissingen in Saulheim Bewertung: 270 von 300 möglichen Punkten. Bemerkenswert und unvergessen bleibt, dass an diesem Weinpreissingen insgesamt 71 Chöre mit 3052 Sängern teilgenommen haben!